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Umweltschutz und Internet – ein Widerspruch oder geht das?

 

Nicht erst seit Greta Thunberg und viele tausende Schüler in ganz Europa freitags die Schule schwänzen, um bei den Fridays for Future gegen die weltweite Zerstörung unseres Planeten zu protestieren, wissen wir es: Wir müssen unser Verhalten ändern.
Seit einigen Monaten versammeln sich Jugendliche, weil sie die Politiker wachrütteln und ihnen klarmachen möchten, dass es allerhöchste Zeit zum Handeln ist.

Wie wichtig ist Jugendlichen unsere Umwelt eigentlich?

Im Januar 2018 hat das Bundesumweltministerium eine Studie veröffentlicht, die gezeigt hat, wie wichtig Jugendlichen unsere Umwelt ist. 80 Prozent der Befragten machen sich Sorgen darüber, dass nachfolgende Generationen in einer deutlich schmutzigeren Welt leben müssen. Fast drei Vierteln war bewusst, dass wir unseren jetzigen Lebensstandard einschränken müssen, um etwas zu verändern und bereit sein müssten, dafür auch mehr Geld auszugeben.

Das Internet – fünftgrößter Stromverbraucher der Welt
Wäre das Internet ein Land, dann wäre es nach Angaben von Experten der Umweltorganisation Greenpeace der fünftgrößte Stromverbraucher weltweit. Das hängt mit den unzähligen Geräten zusammen, die permanent mit dem Internet verbunden sind und jede Menge Energie schlucken. Riesige Rechenzentren mit Servern, auf denen zahllose Daten rund um die Uhr verarbeitet werden, PCs und Bildschirme zuhause, Laptops, Tablets, und Smartphones, mit denen wir im Netz unterwegs sind – all das schluckt massig Energie. Das hat natürlich auch Einfluss auf unser Klima und unsere Umwelt, zumindest solange wir noch immer den Großteil unseres Stroms aus fossilen Brennstoffen wie Kohle und Gas erzeugen. Ein anderes Problem sind die vielen elektronischen Geräte, die im Zusammenhang mit dem Internet zum Einsatz kommen. Computer, Tablets und Smartphones haben oft nur sehr kurze Lebenszyklen. Häufig sind die Geräte nach zwei Jahren veraltet, bekommen dann kaum noch Updates, die für die Sicherheit entscheidend sind oder funktionieren ganz einfach nicht mehr richtig. Manche Akkus oder die Geräte selbst sind nach wenigen Jahren vollkommen am Ende und müssen durch neue ersetzt werden. Dadurch entsteht jede Menge Elektroschrott, ganz davon abgesehen, dass auch die Herstellung der Dinger Unmengen von Energie verschluckt.

Was können wir eigentlich tun?

Wir alle leben im Land, das „Internet“ genannt wird. Also bestimmen wir durch unser Handeln aktiv mit, wie sauber dieses Land ist und ob es unseren Planeten besonders schädigt. Zum Schutz unserer Umwelt sollten wir also auch hier unseren Beitrag durch nachhaltiges Handeln leisten.

Waren aus der näheren Umgebung
Tomaten und Äpfel müssen nicht um den halben Erdball reisen, um bei uns auf dem Teller zu landen. So werden Transportwege eingespart und damit auch unnötige Treibhausgase. Das gilt nicht nur für den Einkauf im Supermarkt, sondern auch beim Internetkauf. Einige machen sich nämlich viel zu selten bewusst, dass die Handyhülle aus China eine Weltreise auf sich nimmt. Und günstige Angebote gibt’s oft auch bei Händlern, die ihre Waren nicht erst von der anderen Seite des Erdballs zu uns schicken müssen.

Weniger Bestellungen im Internet

Klar ist es verlockend, wenn wir die Möglichkeit haben, jeden Socken und jede Zahnbürste im Internet einzeln zu bestellen und das dann oft auch noch versandkostenfrei. Aber die Sache hat auch einen kleinen Haken. Jedes Mal entsteht Verpackungsmüll und jedes Mal macht sich ein einzelner Artikel auf die Reise zu uns. Für jeden dieser Versandwege wird zusätzlich CO2 in unsere Umwelt geblasen. Also: Auch wenn es für uns so bequem ist, sollten wir uns überlegen, ob jeder Artikel einzeln verschickt werden muss.

Stromfresser Internet
Wir haben zwar keinen direkten Einfluss auf die vielen Rechenzentren auf der ganzen Welt, die rund um die Uhr in Betrieb sind, um das Internet für Milliarden von Menschen bereitzustellen. Aber wir haben Einfluss auf unseren Gebrauch des Internets. Mit Smartphone, Tablet, Laptop & Co. leben wir im Internet. Überall wo wir diesen Gebrauch einschränken können, wirken wir also auch daran mit, den Stromverbrauch insgesamt zu senken. Übrigens: Auch der Internet-Router, über den wir zuhause surfen, frisst Strom. Und bei den Dingern kannst du in der Regel über eine Zeitschaltung ganz einfach einstellen, dass z. B. nachts das WLAN automatisch deaktiviert wird, was auch den Stromverbrauch senkt.

Nicht erst seit Greta Thunberg und viele andere bei den Fridays for Future darauf aufmerksam machen, wissen wir: Wir müssen etwas tun, um unseren Planeten zu retten.

Fangen wir doch einfach dort an, wo es ganz einfach ist.

Vergangene Themen des Monats

Eine Reise auf die Malediven oder ein schickes Cabrio gewinnen – mit nur einem Klick.


Zu schön, um wahr zu sein oder ein echtes Gewinnspiel?

Fake-Gewinnspiele findest du vor allem im Internet zu Hauf. Woran du sie erkennst und welche Gefahren dir drohen können, wenn du den Betrügern auf dem Leim gehst, erläutern wir im aktuellen Thema des Monats.

Was haben die Betrüger davon?
Wie so oft geht es den Betrügern um deine Daten: Name, Wohnort, E-Mail-Adresse, Alter, Geschlecht usw. Für die angebliche Gewinnspielteilnahme wird allerhand über dich abgefragt. Natürlich nur, um dir später deinen Gewinn auch tatsächlich zustellen zu können.Falsch. Was sie mit deinen Daten machen? Verkaufen. Ganz einfach. Denn persönliche Informationen sind für die Betrüger bares Geld wert. Wie alt du bist, dass du dich im bestimmten Fall besonders für eine Reise auf die Malediven oder das Cabrio einer bestimmten Marke interessierst, verkaufen sie an Drittanbieter, die dich anschließend mit ganz gezielter Werbung „zumüllen“.

Aber woran erkennst du, dass es sich um Fake-Gewinnspiele handelt?

Keine Gewinnspielregeln
Bei uns in Deutschland gibt es konkrete Bedingungen für Preisausschreiben. Die sind sogar gesetzlich vorgeschrieben. Für Gewinnspiele im Internet gilt zum Beispiel das Telemediengesetz (TMG §6 Absatz 1 Nr. 4):

  • Die Teilnahmebedingungen müssen leicht zugänglich sein (PC, Smartphone und Tablet).
  • Sie müssen eindeutig angegeben werden.
  • Sie müssen klar sein, d. h. jeder Teilnehmer muss vor der Teilnahme wissen, worauf er sich einlässt.

Die schwarzen Schafe interessieren sich für diese Regeln meist wenig.

Deshalb gilt: Findest du erst gar keine Regeln auf der Gewinnspielseite – Finger weg!!!

Das Kleingedruckte
Auch ein beliebtes Mittel unseriöser Anbieter ist es, Informationen, die viele von einer Gewinnspielteilnahme abhalten könnten, einfach so klein zu schreiben, dass man sie nur mit einer Lupe entziffern kann.

Also immer genau hinschauen. Steht da etwas, das dir seltsam vorkommt, lass es bleiben. Deine Daten sollten dir wichtiger sein.

Impressum und AGB fehlen ganz
Auch Gewinnspielseiten sind ganz normale Webseiten und für alle Seiten gilt gleichermaßen: Impressum und AGB sind Pflicht. Auch das ist in Deutschland gesetzlich geregelt.

Daher gilt: Findest du auf der Seite kein Impressum und keine AGB – Finger weg!!!

Nicht immer sind Fake-Gewinnspiele so leicht zu erkennen
Häufig machen sich die Betrüger aber richtig viel Mühe. Da sehen die Gewinnspiele schon mal aus, als stammten sie tatsächlich von Apple, Daimler, Edeka oder sonst einer großen Marke. Damit die Seiten echt wirken, nutzen die Betrüger Logos und Schriftzüge der großen Firmen.

Darum solltest du vor einer Teilnahme immer auf die oben beschriebenen Details achten:

  • Klare Gewinnspielregeln auf der Seite
  • Keine versteckten Abmachungen im Kleingedruckten
  • Impressum und AGB befinden sich auf der Seite

Fehlt irgendetwas davon raten wir dir, den Gewinn lieber sausen zu lassen.

Zusätzliche Gefahr auf dem Smartphone
Bei der Gewinnspielteilnahme mit dem Smartphone besteht die zusätzliche Gefahr, in eine Abofalle gelockt zu werden. Mit der sogenannten Drittanbietersperre kannst du dich davor schützen, aus Versehen kostenpflichtige Abonnements mit dem Handy abzuschließen. Wenn du eine solche Sperre möchtest, kannst du die Einrichtung von deinem Mobilfunkanbieter verlangen. Von der Verbraucherschutzzentrale gibt es dafür sogar einen Musterbrief.

Worauf du beim Surfen im Netz immer achten solltest
Die verschlüsselte Übertragung deiner Daten ist immer wichtig. Unverschlüsselt übertragene Daten sind leichte Beute für Hacker. Darum möchten wir dir an dieser Stelle noch einmal raten, immer auf verschlüsselte Datenübertagung zu achten. Wie erkennst du sie? Dass deine Daten verschlüsselt übertragen, also über das Internetprotokoll HTTPS statt nur HTTP, siehst du in der Adresszeile deines Browsers. In der Regel wirst du sofort vom Browser informiert, sobald keine Verschlüsselung zum Einsatz kommt. Und genau dann solltest du auf keinen Fall Daten eingeben, und den Seitenbesuch lieber abbrechen.

Lernen mit YouTube – Top oder Flop?

Lustige Katzenvideos, Musik-Clips, Tutorials zu allem Möglichen, … Eigentlich gibt’s nichts, wozu es kein Video auf YouTube gibt. Allerdings findest du im Netz deutlich mehr als Bibis Schminktipps oder Julien Bam.
YouTube strotzt längst vor Lehrvideos, die durchaus nützlich sein können.

Aber online lernen und das per Video? Bringt’s das wirklich? Die digitalen Medien erobern längst die Klassenzimmer. Warum also nicht auch beim Lernen zu Hause darauf zurückgreifen? Einer offiziellen Befragung zufolge glauben sogar 70 Prozent der deutschen Lehrer und Schulleiter, dass digitale Medien die Schulen attraktiver machen.


Entscheidender Vorteil
Gerade schwierigen Stoff kannst du dir so oft anschauen, bis du ihn wirklich verstanden hast, während der Mathelehrer bei der fünften Rückfrage möglicherweise genervt ist oder deine Mitschüler anfangen, dich auszulachen. Apropos Mathe: Das ist der Klassiker schlechthin unter den Tutorials! Wir haben uns dazu mal zwei YouTuber genauer angeschaut.  


Mathe by Daniel Jung
In seinem Channel Mathe by Daniel Jung erklärt der 35-Jährige in kurzen und knackigen Videos unterschiedliche mathematische Themen ab der fünften Klasse. Die Lektionen reichen von den einfachsten Grundlagen bis hin zu höherer Mathematik auf Uni-Niveau. Über 300.000 Abonnenten hat der YouTuber mittlerweile:
https://www.youtube.com/user/beckuplearning


Khan Academy
Der erste richtige YouTube-Lehrer war Salman Khan. Er nahm 2004 die ersten Mathematik-Videos auf. Angefangen hat er damals, weil er seinen Verwandten in Indien Nachhilfe geben wollte. Seine Lektionen sind mittlerweile so beliebt, dass er inzwischen drei Millionen Abonnenten hat. Übrigens gibt es die Videos längst auch in Deutsch:
https://de.khanacademy.org/math/early-math/cc-early-math-counting-topic/cc-early-math-counting/v/counting-in-order?modal=1

Das Besondere an diesen Videos ist, dass Animationen im Vordergrund stehen und der Lehrer selbst nur zu hören ist. Hier liegt der Fokus also eindeutig auf dem Lernstoff. Das Aufgabenspektrum ist breit. Die Lektionen reichen von einfachen Zählaufgaben für die Jüngsten bis hin zu komplexen Zinsrechnungen. Auch Übungen zu Chemie, Biologie, sogar Lektionen in Sachen Programmierung gibt es.


YouTube statt Schule?
Die Experten streiten sich, ob Lernen mithilfe von Videos Vorteile bringt. Einige Studien scheinen zu belegen, dass Videos beim Zuschauer das Gefühl auslösen können, er erlebe das Gesehene tatsächlich. In Wirklichkeit sitzt er nur davor und tut nichts. Da besteht natürlich die Gefahr, dass überhaupt nichts hängen bleibt. Die kritischen Rückfragen, die in der Schule vom Lehrer kommen, musst du dir hier also selbst stellen. Das scheinbar so gemütliche Lernen verlangt also umso mehr Selbstdisziplin.
Wer sich von Videos nur „berieseln“ lässt, wird in den seltensten Fällen etwas lernen. Dennoch können gut gemachte Videos als Ergänzung zum Unterricht, zur Vertiefung oder zur Wiederholung nützlich sein.

Nachmachen erlaubt!
Bei YouTube findest du haufenweise Clips, die dir helfen, ein Musikinstrument zu lernen, oder Videos, in denen gezeigt wird, wie du Knoten machst und Hemden oder Papierflieger faltest. Das alles ist mit Bildern und Text viel schwerer darzustellen und nachzuvollziehen. Da macht ein Video also durchaus Sinn.
Wenn du dir die Videos aber nur ansiehst und das, was darin gezeigt wird, nicht selbst nachmachst, wirst du es auch nicht durch die Clips lernen.


Überprüfe dein YouTube-Lernverhalten

  • Ist der vermittelte Stoff korrekt?

    Du solltest bedenken, dass bei YouTube jeder hochladen kann, was er will. Sei also immer kritisch. Geh lieber davon aus, dass hier nicht alles 100%ig korrekt sein muss.

  • Hast du bei deiner YouTube-Lektion tatsächlich etwas gelernt?

    Oft lassen wir uns von Videos nur berieseln und schalten gedanklich schnell ab. Wenn du also wirklich etwas lernen willst, solltest du von Zeit zu Zeit hinterfragen, was du wirklich mitgenommen hast. Versuche z. B., die Inhalte des Videos in eigenen Worten kurz zusammenzufassen.

  • Welchen Vorteil bietet dir das Lernen per YouTube?

    Geht es dir nur darum, passiv vor dem Bildschirm zu sitzen oder kann das Video komplizierte Zusammenhänge leicht verständlich machen?

  • Gibt es bessere Videos?

    Stürze dich nicht immer auf das erstbeste Video zum Thema. Steht im Video z. B. der Lehrer im Vordergrund und nicht der vermittelte Stoff, gibt es möglicherweise bessere Alternativen.

  • Ist Lernen mit YouTube ausreichend?

    YouTube sollte immer nur Ergänzung zum herkömmlichen Lernen sein. Um Wissen nachhaltig im Bewusstsein zu verankern, musst du unterschiedliche Methoden anwenden. Ganz davon abgesehen könnte Lernen ausschließlich mit Videos auch schnell langweilig werden.

Manipuliert und ausgenutzt: Social Engineering als Gefahr für Privatsphäre und Informationssicherheit

Der falsche Rapper

Stell dir vor, die Schule ist gerade aus und du machst dich mit ein paar Freunden auf den Heimweg. Vor dem Schulhof steht ein junger Mann. Von weitem erkennst du schon, dass er irgendetwas an die vorbeilaufenden Schülerinnen und Schüler verteilt. Als du in seiner Nähe bist, spricht er dich an. „Hey, wie geht’s? Mein Name ist Tim. Ich bin Rapper“, sagt er. Und er sieht wirklich so aus, denkst du. Aber eher wie einer aus den 90ern. Umgedrehte Baseballkappe, viel zu große Hosen, mehrere Goldketten am Hals. „Ich verschenke mein neues Album an die Leute. Ihr müsst mir nur eine gute Bewertung im Netz hinterlassen. Deal?“, fragt er. Der Möchtegern-Rapper streckt dir einen USB-Stick entgegen. Den kann ich später für meine eigenen Daten benutzen, denkst du und steckst den Stick ein. Auch deine Freunde greifen zu.

Zuhause startest du deinen Laptop und willst dich gerade an die Hausaufgaben machen, als dir der Stick wieder einfällt. Du fischst ihn aus deiner Tasche und steckst ihn in deinen Laptop. In einem Ordner namens „Album“ liegen mehrere mp3-Dateien, die du nacheinander abspielst. Und es ist, wie du erwartet hast: schlecht. Du löschst die Dateien und legst den Stick in deine Schublade.

Ein paar Tage später checkst du deine Mails. Eine Betreffzeile fällt dir sofort ins Auge: „Ich habe dich gefilmt.“ Erst hältst du das für einen Witz oder Spam, aber als du die Mail öffnest, siehst du sofort Bilder von dir. Beim Umziehen, beim Baden, beim Arbeiten am Laptop. Schockiert liest du den Text: „Hallo, ich habe die Kontrolle über deine Webcam übernommen und dich gefilmt. Überweise 5,000 Euro auf das folgende Konto, oder ich veröffentliche die Aufnahmen im Internet.“ Darunter ist tatsächlich eine Bankverbindung angegeben. Du klappst den Laptop schnell zu. Panik steigt in dir auf.

Was ist passiert?

Wie konnte ein Krimineller die Kontrolle über deinen Laptop übernehmen? Dafür musste er erst einmal Malware auf deinen Laptop schleusen. Das geht am besten mit verseuchten Webseiten, E-Mail-Anhängen oder USB-Sticks. Moment. USB-Sticks? Du erinnerst dich an den Möchtegern-Rapper vor der Schule? Genau. Das war gar kein Musiker, sondern ein Krimineller, der Malware an die Schülerinnen und Schüler verteilt hat. Er hat sich verstellt, die Neugierde und Freundlichkeit seiner Opfer ausgenutzt und sie dazu gebracht, das zu tun, was er wollte. Genau so funktioniert Social Engineering.

Was ist Social Engineering?

Wenn von Hacking die Rede ist, denken die meisten an Malware – Viren, Trojaner und Würmer, mit denen Kriminelle die Computer ihre Opfer manipulieren oder lahmlegen. Aber wusstest du, dass man auch das „menschliche Betriebssystem“ hacken kann? Und zwar mit einer Technik, die Social Engineering genannt wird. 

Beim Social Engineering werden Eigenschaften von Menschen ausgenutzt, etwa Höflichkeit, Neugierde, Hilfsbereitschaft, Vertrauen, Angst oder Respekt vor Autorität. Die Täter wollen ihre Opfer dazu bringen, bestimmte Dinge zu tun. Sie geben sich zum Beispiel als eine Person aus, die in finanziellen Schwierigkeiten ist und überreden andere dazu, ihnen Geld zu überweisen. Oder sie tarnen sich als vermeintliche Facebook-Mitarbeiter und fragen andere User nach ihren Passwörtern, um sie anschließend zu verkaufen oder selbst zu missbrauchen. Das sind aber nur zwei Beispiele. Social Engineering kommt immer dann zum Einsatz, wenn Menschen zu bestimmten Handlungen bewegt werden sollen.

Die wohl bekannteste Methode des Social Engineering ist das sogenannte Phishing. Die Opfer erhalten E-Mails mit gefälschter Absenderadresse und werden aufgefordert, sensible Informationen herauszugeben.

Wer macht sowas?

Social Engineering wird nicht nur von Kriminellen genutzt, die an Geld oder Informationen kommen wollen. Terroristen und Nationalstaaten greifen genauso auf diese Taktiken zurück wie Privatdetektive, Medienvertreter, Versicherungsunternehmen und Schuldeneintreiber. Man muss kein Hacker sein, um als Social Engineer Erfolg zu haben. Im Prinzip kann ein ganzer Angriff über das Telefon ablaufen. Das bedeutet auch, dass technische Schutzmaßnahmen, zum Beispiel Firewalls und Antivirus-Software, nicht ausreichen. Die Angriffe zielen auf den Menschen ab. Jeder von uns muss also wissen, wie Social Engineering funktioniert. Nur so können wir uns ausreichend vor den Methoden der Kriminellen schützen.

So schützt du dich vor Social Engineering

Weil die Täter beim Social Engineering so geschickt tiefsitzende menschliche Bedürfnisse und Eigenschaften ausnutzen, ist es schwer, ihnen nicht auf den Leim zu gehen. 

Die folgenden Sicherheitstipps solltest du beachten, um es Kriminellen möglichst schwer zu machen, dich zu manipulieren:

  • Achte in sozialen Netzwerken darauf, welche Informationen du der Öffentlichkeit preisgibst. Social Engineers suchen hier gerne nach persönlichen Details, die sie dazu verwenden können, dich zu täuschen.
  • Verrate niemandem deine Passwörter, auch nicht per Telefon oder E-Mail.
  • Sei besonders vorsichtig, wenn du E-Mails von unbekannten Absendern erhältst. Wenn du auch nur den leisesten Verdacht hast, dass dich hier jemand reinlegen will, reagiere am besten gar nicht.
  • Wenn dir eine Freundin oder ein Freund, eine Verwandte oder ein Verwandter eine E-Mail schickt, die sich sehr seltsam anhört, könnte jemand gerade deren Absenderadresse missbrauchen. Wenn du also von deinem besten Kumpel um Geld angebettelt wirst, ruf ihn lieber an und frag nach, ob die Mail wirklich von ihm ist.

Was weiß Google über dich?

Was kommt dir in den Sinn, wenn von Google die Rede ist? Vermutlich die größte Internet-Suchmaschine der Welt. Die ist nämlich so berühmt, dass das Verb „googeln“ es sogar in den Duden geschafft hat. Aber was steckt eigentlich noch hinter Google?

Die Suchmaschine ist tatsächlich nur ein kleiner Teil der Produktpalette eines riesigen Konzerns. Vom Taschenrechner über Webbrowser bis hin zum eigenen Handy hat Google längst die ganze Welt erobert. Zur kostenlosen Nutzung der Dienste stellst du dem Unternehmen dabei immer deine Daten zur Verfügung. Das gilt vor allem, wenn du mit einem Gerät surfst, auf dem das Android-System läuft – ebenfalls ein Google-Produkt. Wir waren neugierig und haben uns mal angesehen, was Google so über uns weiß.

Wo warst du unterwegs?

Nutzt du regelmäßig Google Maps? Oder aktivierst du auf deinem Android-Gerät hin und wieder das Senden von Standortinformationen? Dann weiß Google ganz genau, wann du dich wo wie lange aufgehalten hast. Das kannst du sogar nachschauen, und zwar hier: https://www.google.com/maps/timeline

Tipp: Aktiviere die Standortinformationen nur, wenn du sie unbedingt benötigst. Deaktiviere in den Aktivitätseinstellungen außerdem den Standortverlauf. Damit verhinderst du, dass Google dich auf Schritt und Tritt verfolgt und deine Aufenthalte auswertet. 

Was interessiert dich?

Über deine Suchanfragen kann Google Rückschlüsse darauf ziehen, für welche Themen oder Produkte du dich interessierst. Mit diesen Erkenntnissen im Gepäck kann Google die Preise für Unternehmen, die spezielle Werbung für bestimmte Personengruppen anzeigen wollen, ordentlich in die Höhe treiben. Du willst wissen, was du in den letzten Monaten so gegoogelt hast? Dann hier entlang: https://myactivity.google.com/myactivity

Tipp: Deaktiviere in den Aktivitätseinstellungen die Web- und App-Aktivitäten. So verhinderst du, dass Google deine Suchanfragen für seine Zwecke speichert und auswertet.

Was hast du gesagt?

Google speichert nicht nur deine schriftlichen Suchanfragen, sondern auch die gesprochenen. Du hast den Google Assistant mal gefragt, wie das Wetter morgen wird? Das kannst du nicht nur nachlesen, sondern dir sogar nochmal anhören! Dazu einfach diesem Link folgen: https://myaccount.google.com/activitycontrols/audio

Tipp: Deaktiviere in den Aktivitätseinstellungen die Sprach- und Audioaktivitäten. Denn der Google Assistant hört dir ständig zu, um auf das Signal „Ok Google“ reagieren zu können!

Wer bist du?

Wenn du genauer wissen willst, wie Google dich einschätzt, dann aufgepasst: Welche Interessen Google bei dir vermutet, kannst du nämlich nachschauen. Darauf basiert dann auch die Werbung, die du beim Surfen angezeigt bekommst. Und du kannst Google sogar mitteilen, ob die einzelnen Vorschläge stimmen oder nicht, um die Werbung für dich zu verbessern. Zu deinem von Google erstellten Steckbrief gelangst du hier: https://adssettings.google.com/authenticated

Tipp: Über den Link kannst du das Personalisieren von Werbung deaktivieren. Schließlich findest du bestimmt mehr Dinge interessant, als Google denkt.

Gut versteckt!

Wie du an den Links oben schon erkennen kannst, sind deine von Google gespeicherten Daten gar nicht so leicht zu finden. Aber auch hier haben wir eine gute Nachricht: Du kannst eine Download-Datei anfordern, in der alle Informationen aufgelistet sind, die Google mit all seinen Diensten über dich gespeichert hat. Dazu klickst du auf den folgenden Link und scrollst runter bis zum Punkt „Daten herunterladen“: https://myaccount.google.com/data-and-personalization

Du hast es in der Hand!

Die Nutzung von Google-Diensten und damit das Bereitstellen von Daten bringt für dich meistens sowohl Vorteile als auch Nachteile. Klar passt Werbung für Klamotten besser zu dir als welche für Gebissreiniger. So gesehen scheint die Sache nur Vorteile zu bringen. Aber willst du wirklich, dass Google immer ganz genau weiß, wofür du dich interessierst? Vielleicht startest du ja auch mal Suchanfragen, die du lieber nicht mit Fremden teilen möchtest. Außerdem solltest du auch die Werbevorschläge mit Vorsicht genießen. Denn wenn du personalisierte Werbung aktiviert hast, richten sich die Anzeigen streng nach deinen Interessen. Alles andere wird einfach ausgeblendet, obwohl es für dich genauso interessant sein könnte – nur weiß Google das eben noch nicht. So entgeht dir vielleicht einiges, was Google einfach für dich rausfiltert.

Wenn du also in Zukunft nicht mehr so viele Informationen an Google weitergeben möchtest, wirf doch mal einen Blick in deine Aktivitätseinstellungen und entscheide selbst, welche Informationen du preisgeben möchtest und was du lieber für dich behältst. Du kannst deine Einstellungen jederzeit wieder ändern unter https://myaccount.google.com/activitycontrols

Podcasts

Was ist ein Podcast?

Das Wort Podcast kommt aus dem Englischen und besteht aus dem Wort „broadcast“ (in Deutsch „senden/auf Sendung gehen“) und dem Produktnamen iPod. Zur Entstehungszeit des Podcast-Formats im Jahr 2004 war der MP3-Player iPod von Apple nämlich gerade der neueste Schrei auf dem Markt. Smartphones gab es da noch gar nicht, die Podcasts waren also zum Anhören oder Anschauen auf einem iPod gedacht.

Ein Podcast ist eine Serie von Audio- oder Videobeiträgen, die auch Episoden genannt werden. Der Begriff hat sich mittlerweile vor allem für die Audiobeiträge durchgesetzt. Im Gegensatz zu einem Hörspiel wird aber keine Geschichte erzählt. Stattdessen unterhalten sich meistens zwei oder mehrere Leute ganz frei über ein bestimmtes Thema oder das tagesaktuelle Geschehen. Während Podcasts früher vor allem auf iPods abgespielt wurden, kannst du sie mittlerweile mit jedem beliebigen Smartphone anhören.

Eine Studie im Jahr 2018 hat ergeben, dass Podcasts immer beliebter werden: Jeder fünfte Deutsche hört sie mittlerweile regelmäßig. Seit einigen Jahren nimmt auch die Zahl neu veröffentlichter Podcasts immer weiter zu.

Worum geht es in Podcasts?

Podcasts gibt es mittlerweile zu allen möglichen Themen: Wissen, Sport, Comedy, Gesundheit, Musik und Filme – nichts ist unmöglich. Die Sprecher können frei entscheiden, worüber sie reden möchten. Im Gegensatz zu Radiosendungen sind sie dabei auch nicht an einen Sendeplan oder Zuhörerquoten gebunden. Auch die Länge von Podcast-Episoden kann ganz unterschiedlich sein. Manche Folgen gehen nur 5 Minuten, andere dauern eine ganze Stunde.

Wo findest du Podcasts?

Bevor es Streaming-Dienste wie Spotify, Deezer & Co. gab, hat man Podcasts in der Regel über einen RSS-Feed abonniert. RSS steht für „Really Simple Syndication“, was auf Deutsch „wirklich einfache Verbreitung“ bedeutet. RSS ist ein Dateiformat, das Webseitenaktualisierungen ähnlich wie Neuigkeiten in einem Newsticker darstellt. Über einen RSS-Feed kann man diese Neuigkeiten mit dem Browser oder einer speziellen App abonnieren und wird dann immer informiert, wenn es eine neue Folge gibt.

Mittlerweile sind die meisten bekannten Podcasts aber auch über die gängigen Streaming-Dienste verfügbar. Da kannst du sie dann ganz einfach abonnieren. Einziges Manko: Wer sich die Folgen werbefrei anhören möchte, muss für ein Streaming-Abo zahlen. Grundsätzlich sind Podcasts aber kostenlos. Eine große Auswahl findest du auch unter https://www.podcast.de/. Apps zur einfachen Verwaltung all deiner bevorzugten Podcasts findest du sowohl für iOS als auch für Android kostenlos im App Store.

Unsere Tipps

Der mit Abstand beliebteste deutsche Podcast ist „Fest & Flauschig“ von Jan Böhmermann und Oli Schulz. Er ist übrigens der Nachfolger einer Radiosendung, die damals noch „Sanft & Sorgfältig“ hieß. In ihrem Talk quatschen die beiden prominenten Moderatoren über das aktuelle Weltgeschehen und alles, was ihnen sonst noch so einfällt.

Wer abends was zum Abschalten braucht, dem legen wir den „Einschlafen-Podcast“ ans Herz. Hier erzählt Toby dir ein bisschen von Gott und der Welt, um die Gedanken in deinem Kopf auszubremsen, die dich vom Einschlafen abhalten. Zum Schluss liest er dir dann noch etwas vor.

Für Fußballfans empfehlen wir „Fums & Grätsch“. In diesem Podcast kommentieren Max und Michael das aktuelle Fußballgeschehen und küren die verrücktesten Zitate rund um das runde Leder.

Online-Adventskalender

Adventskalender für Zuhause gibt es schon seit ungefähr 200 Jahren. Heute verbergen sich hinter den Türchen mal schöne Bildchen, mal Schokolade, mal Spielzeug oder Kosmetikartikel. Die Werbeindustrie lässt sich hier jedes Jahr pünktlich was Neues einfallen. 

Aber seit einigen Jahren nimmt auch die Zahl der Adventskalender im Internet zu. Hinter den digitalen Türchen verbergen sich Gewinnspiele, Rabattcoupons oder sogar Gratisartikel. 

In diesem Beitrag möchten wir dir zwei Online-Adventskalender vorstellen, aber auch zeigen, worauf du achten solltest.

Der Adventskalender für Nerds

Schokolade macht dick und Gewinnspiele bringen nur wenig, wenn du am Ende nicht zu den glücklichen Gewinnern gehörst. Das haben sich wohl auch die Macher des Chip-Adventskalenders gedacht. Denn hier gewinnt jeder: Hinter jedem Türchen verbirgt sich eine Software-Vollversion zum Gratis-Download. Die erhältst du ganz ohne Eingabe persönlicher Daten.

Bücher und mehr

Wenn du Lust auf vergünstigte Bücher, Blu-Rays oder DVDs hast, solltest du nachschauen, was sich hinter den Türchen des Weltbild-Adventskalenders versteckt. Hier gibt’s 24 Rabatt- und Gutscheincodes, die du direkt im Warenkorb im Onlineshop einlösen kannst.

Achtung: Datenmissbrauch

Im Internet findest du tausende solcher Adventskalender. Fast jeder Discounter oder Webshop, der etwas auf sich hält, bietet einen an. 

Bei den meisten Anbietern verbergen sich allerdings Gewinnspiele hinter den Türchen. Logisch, dass du für deine Teilnahme Daten angeben musst, sonst könnte dich ja niemand informieren, wenn du gewonnen hast. Hier solltest du unbedingt die Datenschutzbestimmungen beachten und überlegen, ob du deine Daten wirklich hergeben möchtest.

Schau nach, wofür du mit deiner Einverständniserklärung einwilligst.

Werden die Daten nur für diese eine Gewinnspielteilnahme benutzt und danach gelöscht?

Werden die Daten an andere Unternehmen weitergegeben und für andere Zwecke verwendet? 

Manchmal lassen dich Seitenbetreiber mit einem separaten Häkchen einwilligen, dass du ihren Newsletter abonnierst. Häufig kannst du das Häkchen wegklicken und ohne Newsletter-Bestellung teilnehmen.

Clickbaiting

Was ist das überhaupt?

Der Begriff Clickbaiting kommt aus dem Englischen und bedeutet auf Deutsch so viel wie „Klicks ködern“. Beim Clickbaiting geht es nämlich darum, die Leute im Internet mit einer besonders neugierig machenden Überschrift zum Klick auf den Beitrag zu bringen. Denn Klicks sind bares Geld – das wissen wir spätestens, seit Influencer auf YouTube erfolgreich Geld mit Werbung verdienen, die sie in ihre Videos einbinden.

Gegen eine gute, interessante Überschrift ist grundsätzlich gar nichts einzuwenden. So weißt du als Leser, wovon der Beitrag handelt und kannst besser auswählen, was du lesen möchtest und was nicht. Beim Clickbaiting sind die Überschriften aber extrem spektakulär und reißerisch formuliert, nur um dich zum Lesen zu bringen. Denn mit jedem Klick auf einen Beitrag kann der Anbieter die Preise für Werbetreibende in die Höhe schnellen lassen und sich so ein gutes Sümmchen an deiner Neugier dazu verdienen. Die Beiträge enthalten aber immer häufiger total nutzlose oder falsche Informationen. Oft zeigen die Beiträge auch Bilder, die völlig aus dem eigentlichen Zusammenhang gerissen wurden. Da klingelt doch was bei uns… Fake News! Und die sind bekanntermaßen weder informativ noch seriös.

Woran erkenne ich Clickbaiting?

Um Clickbaiting zu erkennen, solltest du dir die Überschriften von Online-Artikeln genauer anschauen. Sie zielen stark auf Emotionen ab und sollen dich dazu bringen, aus einem bestimmten Gefühl heraus und ohne weiter nachzudenken auf einen Artikel zu klicken.

Gründe, aus denen wir unbedacht klicken, sind unter anderem folgende:

  • Sensationsgier … „Was? Das ist echt passiert?!“
  • Neugier … „Wie das wohl aussieht?“
  • Angst … „Hilfe! Muss ich da auch aufpassen?“
  • Ekel … „Iiiih, das macht der nicht wirklich“
  • Wut … „Was soll das? Die spinnen doch alle!“
  • Trauer … „Oh, nein, ist dieser Promi etwa tot?“

Um Clickbaiting-Artikel auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen, kannst du die Meldung oder Überschrift einfach bei Google eingeben und schauen, was andere Quellen zu diesem Thema schreiben. Viele Clickbaiting-Maschen sind außerdem schon bekannt. Mit etwas Glück findest du dann beispielsweise auch die echte Geschichte hinter dem spektakulären Bild, das neben der Überschrift dein Interesse geweckt hat.

Arten von Clickbaiting

Cliffhanger

Der Cliffhanger ist einer der Klassiker. Du kennst das wahrscheinlich von Fernsehserien. Da enden die Folgen oft mit einem Geheimnis oder einer offenen Frage. Und wenn du wissen willst, wie’s weitergeht, bist du gezwungen, beim nächsten Mal einzuschalten. Ganz ähnlich ist das auch beim Clickbaiting-Cliffhanger. In der Überschrift wird etwas angekündigt, das du nur erfährst, wenn du den Artikel liest. 

Beispiele: 

  • „Darum hat dieser Schauspieler ein Sixpack“
  • „Weshalb du niemals dein Handy mit aufs Klo nehmen solltest“
  • „38 Dinge, die du kennst, wenn du in den 90ern geboren wurdest“

Starke Adjektive

Eine andere Methode beim Clickbaiting ist der Einsatz besonders ausdrucksvoller „starker“ Adjektive.

Beispiele: 

  • „Unglaublich wertvoller Piratenschatz in Amazonasgebiet entdeckt“
  • „Beamte machen unfassbar grausigen Fund in Sozialwohnung“
  • „Herzerweichend gefühlvolle Szene auf Hochzeit des Brautpaars“

Superlative

Auch der Einsatz von Superlativen, also der höchsten Steigerungsform, wird häufig zum Clickbaiting eingesetzt.

Beispiele: 

  • „Schnellstes Auto der Welt vorgestellt“
  • „Effizienteste Batterie hält länger als alle anderen“
  • „Hier wohnt die beste Schülerin Deutschlands“

Unerwartetes

Auch unerwartete Ereignisse sorgen für Aufmerksamkeit und eignen sich bestens fürs Clickbaiting.

Beispiele:

  •  „Angeklagter überrascht mit krassem Geständnis“
  • „Plötzlich und unerwartet macht der Fahrer kehrt“
  • „Mit einer unvorhergesehenen Aktion sorgte der Moderator für Aufsehen“

Zahlen

Zahlen setzen sich in Überschiften vom Text ab und können zusätzlich für Interesse sorgen.

Beispiele:

  • „Jeder 3. Schüler kann nicht richtig lesen und schreiben“
  • „5 von 10 Arbeitern leiden unter Leistungsdruck“
  • „Mehr als 1.000.000 Autofahrer können nicht richtig fahren“ 

OMG – WTF - LOL

Längst hat sich im Internet eine Art Sprache oder Slang verbreitet, die bestimmt wird durch eigene Begriffe und Abkürzungen. Genau die sorgen auch in Clickbaiting-Headlines für besondere Aufmerksamkeit. 

Beispiele: 

  • „OMG!!! Was hat sich Rihanna bei diesem Kleid gedacht?“
  • „WTF – Moderator beleidigt Oscar-Preisträgerin“
  • „LOL: Joko und Klaas machen ernst“

Übrigens…

Clickbaiting gibt es eigentlich schon viel länger als das Internet. Bei Zeitungen oder Nachrichtenmagazinen im Fernsehen nennt man das Ganze nämlich Sensationsjournalismus, hier wird schließlich auch nicht geklickt. . Das Prinzip ist aber dasselbe: Auch diese Medien nutzen übertrieben reißerische Überschriften, um deine Neugier zu wecken oder dich zum Kauf irgendwelcher Produkte zu verleiten.

Urban Myths

Was sind Urban Myths?

Urban Myths oder auch Urban Legends könnte man mit „Großstadtmärchen“ übersetzen. Bei ihnen handelt es sich um meist gruselige, eklige, skurrile oder schlicht unglaubliche Geschichten, deren Ursprung unklar ist. Sie sind ein Phänomen unserer Zeit und verbreiten sich inzwischen auch online. Sogar einige Kettenbriefe enthalten solche Geschichten.

Woran erkenne ich Urban Myths?

Die Geschichten beginnen oft mit „Das ist einem Bekannten eines Freundes von mir passiert…“. Wem genau es passiert ist, ist also reichlich unkonkret, genauso wie Zeit und Ort des Geschehens. Was dann folgt, klingt tatsächlich so, als könnte es wirklich passiert sein. Manche Mythen haben sogar einen wahren Kern. Die überwiegende Mehrheit aber ist frei erfunden. Darunter fallen z. B. auch Geistergeschichten wie die von „Bloody Mary“, deren Namen man der Legende nach dreimal laut vor einem Spiegel aussprechen muss, damit ihr Geist erscheint.

Bekannte Urban Myths:

Der Grilldiebstahl

Ein teurer Grill wird gestohlen. Er stand hinter einem Einfamilienhaus auf der Terrasse. Der Ärger der Besitzer ist zunächst groß, doch ein paar Tage später steht der Grill plötzlich wieder da. Am Grill befestigt ist ein Brief. Darin entschuldigen sich die Diebe und beteuern, den Grill „nur geliehen“ zu haben. Außerdem enthält der Umschlag als Wiedergutmachung zwei Kinotickets. Die Grillbesitzer freuen sich und gehen ins Kino. Doch als sie zurückkommen, merken sie, dass jemand in das Haus eingebrochen ist und alles leergeräumt hat…

Fazit: Nette Geschichte, aber dieser ausgetüftelte Einbruch hat so wohl nie stattgefunden.

Rückwärtsfahren im Kreisverkehr

Es ist 3:24 Uhr am Morgen. Ein VW-Bus mit betrunkenen Abiturienten an Bord fährt rückwärts in einem Kreisverkehr – Runde um Runde. Die Insassen haben die ganze Nacht gefeiert und finden die umgekehrte Karussellfahrt lustig. Doch dann kommt es zu einem Unfall. Sie rauschen in ein Auto, das ordnungsgemäß in den Kreisverkehr eingefahren ist. Die Polizei kommt und die jungen Leute zittern… Der Mann, dem sie reingefahren sind, behauptet steif und fest, dass die Abiturienten rückwärtsgefahren sind. Aber die Polizei glaubt ihm nicht, weil auch er angetrunken ist.

Fazit: Alkohol am Steuer kann zwar definitiv zu Unfällen führen, diesen hier hat es aber so wahrscheinlich nie gegeben.

Der Spinnenbiss

Eine junge Frau reist in ein tropisches Land, wo sie von einer Spinne in die Wange gebissen wird. Als sie nach Hause zurückkehrt, bemerkt sie, dass der Biss anschwillt. Sie geht zum Arzt, um sich behandeln zu lassen. Als der Arzt die Wunde prüft, platzt die Wange plötzlich auf und dutzende Spinnen krabbeln über das Gesicht der Frau. Die Spinne muss Eier in die Wunde gelegt haben. Die Frau erleidet einen Schock und wird schließlich verrückt.

Fazit: Klingt unmöglich? Ist es auch! An diesem Horrormärchen ist nichts Wahres dran.

Darknet

Darknet – das sagt dir bestimmt was. Aber weißt du auch, was es genau damit auf sich hat? Viele glauben, dass es sich dabei nur um eine Art illegales Internet handelt, über das Waffen, Gift und Drogen verkauft oder Auftragskiller gebucht werden. 

Anonym im Netz

Ursprünglich ging es aber beim „dunklen Netz“ – das so heißt, weil es im Gegensatz zum öffentlich zugänglichen Internet im Verborgenen liegt – um etwas anderes, nämlich um Anonymität. Dafür hat zu Beginn vor allem das US-Militär viel Geld in die Entwicklung des Darknets investiert, um geheim kommunizieren zu können und die eigenen Strategien vor den neugierigen Angriffen der Konkurrenz zu schützen.

Schutz vor Zensur

Mittlerweile haben auch viele Journalisten oder politische Aktivisten, die über kritische Themen berichten, das Potenzial des Darknets erkannt. Sie können dort nämlich anonym Informationen austauschen und sich kritisch über Regierungen äußern, ohne Gefängnisstrafen befürchten zu müssen. Der bekannteste Vertreter dürfte wohl Edward Snowden sein. Der wurde 2013 als Whistleblower berühmt, weil er Überwachungsmaßnahmen des amerikanischen Geheimdienstes (NSA) aufdeckte. Vor allem in Ländern, in denen das Internet zensiert wird, sind aber auch viele Privatleute im Darknet unterwegs. Facebook hat zum Beispiel extra eine Webseite dort eingerichtet für Nutzer, in deren Land der Zugang zu sozialen Netzwerken im sogenannten Clear Web blockiert ist.

Wie komme ich ins Darknet?

Streng genommen gibt es übrigens mehrere Darknets. Meistens ist aber das Tor-Netz gemeint, in das man über den Tor-Browser gelangt. Den kannst du dir übrigens kostenlos und ganz legal im Internet runterladen. Für andere Darknets braucht man zusätzlich zur Software noch eine Einladung von einem Nutzer, der schon dabei ist. Um dann wirklich ins Darknet zu kommen, brauchst du aber noch die Adresse zu einer Webseite. Und die besteht nicht aus normalen Wörtern, wie wir das aus dem frei zugänglichen Internet so kennen, sondern aus ewig langen, komplizierten Zeichenfolgen.

Damit der Nutzer beim Surfen im Tor-Browser anonym bleibt, werden die gesendeten Daten über sogenannte Knoten mehrfach umgeleitet und verschlüsselt, bis man schließlich zum gewünschten Ziel gelangt. Für Außenstehende ist so am Ende nicht mehr nachvollziehbar, wer auf welcher Seite surft.

Gut oder böse?

Die Ursprungsidee hinter dem Darknet ist also eigentlich genial. Du kannst mit dem Tor-Browser übrigens auch ganz normale Webseiten aus dem öffentlich zugänglichen Internet ansurfen. So bist du anonym im Netz unterwegs und die Betreiber können weniger Daten über dich sammeln. Leider wird diese Anonymität aber auch für kriminelle Zwecke missbraucht. Und die Polizei muss meist machtlos zuschauen, weil die Täter über das Darknet nur extrem schwer identifiziert werden können.

Hate Speech

Hetze und Diskriminierung in den sozialen Netzen sind leider weit verbreitet und gehören längst genauso dazu wie der Like-Button und das Emoji. 

Was ist Hate Speech?

Zu Deutsch bedeutet der Ausdruck „Hate Speech“ so viel wie „Hassrede“. Aber was genau fällt unter den Begriff? Hate Speech bezeichnet Äußerungen, mit denen Menschen direkt angegriffen werden oder wenn zu Hass oder Gewalt gegen sie aufgerufen wird. Dazu gehören z. B. rassistische, antisemitische oder sexistische Kommentare, die oft bestimmte Menschen oder Gruppen angreifen. Hate Speech ist also der Oberbegriff für menschenfeindliche oder sogar volksverhetzende Äußerungen im Internet und in den sozialen Medien. 

„Hater“ und „Trolle“

Auch für die Leute, die ihre menschenverachtenden Äußerungen im Netz verbreiten, gibt es inzwischen einen Ausdruck. Sie werden „Hater“ genannt. Und weil es mittlerweile auch Gruppierungen gibt, die mit Hate Speech ihre Gesinnung oder ihre politischen Ansichten verbreiten, wird sie mittlerweile sogar professionell organisiert und eingesetzt. Es gibt inzwischen sogar professionelle Hater, die Ansichten und Äußerungen ihrer Auftraggeber im Netz verbreiten. Diese Profi-Hater werden Trolle genannt. Und das hat überhaupt nichts mit mythischen Fabelwesen zu tun. Der Ausdruck „Troll“ kommt nämlich aus dem Englischen (trolling with bait = Angeln mit Köder). Denn der Internet-Troll „ködert“ mit seinen Äußerungen andere User. Er provoziert sie und stört absichtlich Gespräche innerhalb bestimmter Communitys. 

Wen betrifft Hate Speech?
Von Hate Speech können Personen oder Personengruppen betroffen sein:
Rassismus und Fremdenfeindlichkeit: Diskriminierung von Menschen anderer Abstammung
Antisemitismus und antimuslimischer Rassismus: Diskriminierung von Juden und Muslimen 
Sexismus: Diskriminierung von Personen eines bestimmten Geschlechts
Homo- und Transphobie: Diskriminierung von Personen mit einer bestimmten sexuellen Orientierung oder Personen mit einer bestimmten geschlechtlichen Identität
Antiziganismus: Diskriminierung von Menschen, die den Sinti und Roma angehören
Ableismus: Diskriminerung behinderter Menschen
Klassismus: Diskriminierung von Personen bestimmter sozialer Schichten
Lookismus: Diskriminierung von Personen mit bestimmtem Aussehen

Woran erkennst du Hate Speech?

Hate Speech hat eigentlich immer das Ziel, bestimmte Personengruppen bloßzustellen oder schlecht zu machen. Oft sind die verächtlichen Kommentare daher auch einfach ganz plump und beleidigend. Häufig werden Vorurteile oder Falschaussagen verbreitet, die die Betroffenen ganz schlecht dastehen lassen. Auch Beleidigungen sind traurige Realität. Manchmal nutzen Hater sogar Mittel der Rhetorik (= Redekunst). Mit der Wir-Die-Rhetorik heben sie z. B. Gegensätze hervor. Indem sie ihre Opfer als „die“ bezeichnen, von denen „wir“ bedroht werden, erzeugen sie besonders geschickt Feindbilder. Auch Verallgemeinerungen oder die ungerechtfertigte Gleichsetzung bestimmter Personengruppen mit negativen Eigenschaften (z. B.: dumm, faul) sind gängige Hate-Praxis. 

Meinungsfreiheit oder Straftat?
Die Meinungsfreiheit ist ein Grundrecht. Das bedeutet, dass jeder Mensch das Recht hat, seine persönliche Meinung frei zu äußern. Allerdings gibt es natürlich auch Grenzen und die beginnen, sobald die Menschenwürde anderer Personen durch die Meinungsäußerung angegriffen wird. Dann kann es sich sogar um echte Straftaten handeln, sodass negative Konsequenzen für den Hater drohen:

Volksverhetzung (§ 130 StGB)
Beleidigung (§ 185 StGB)
Verleumdung (§ 187 StGB)
Nötigung (§ 240 StGB) 
Bedrohung § 241 StGB) 
Öffentliche Aufforderung zu Straftaten (§ 111 StGB)

Dem Hass mit Counter Speech entgegentreten
Leider reagiert oft nur ein kleiner Bruchteil mit aktiver Gegenrede auf Hassbotschaften im Netz. Hater fühlen sich daher viel zu oft durch die fehlenden ablehnenden Reaktionen bestätigt. Deshalb ist es wichtig, dass mehr auf Menschen sich ein Herz fassen und auf diskriminierende Hetze im Netz reagieren, und zwar mit Ablehnung und Counter Speech (engl. für Gegenrede). Denn genauso anonym wie die Hater können auch wir die bösartigen Äußerungen aus der Anonymität heraus kontern. Ganz wichtig dabei: In deiner Gegenrede darfst du natürlich nicht vorgehen wie die Hater. Lügen und Beleidigungen sind deshalb tabu. Nimm den Hatern den Wind aus den Segeln, indem du ihnen mit der Wahrheit antwortest. Liefere ihm das, worauf er in der Regel verzichtet: Fakten und Argumente. Einseitige Äußerungen kannst du entkräften, indem du andere Perspektiven gegenüberstellst. Manches lässt sich aber auch einfach mit Humor lösen. 

Menschenverachtende Einträge und Posts melden
Das Problem mit der Hate Speech ist schon seit Jahren bekannt und kratzt auch am Image der sozialen Netze. Deshalb haben sie längst Regeln aufgestellt, gehen gegen Hetze vor und bieten ihren Usern die Möglichkeit, Hate Speech zu melden. 

Wir haben dir ein paar Links zusammengestellt, wo du dich über Regeln informieren und Hate Speech melden kannst: 

Facebook
Comunity Standards 
Help Centre 

Twitter
Hilfe-Center 
Verstöße melden 

YouTube
Richtlinien und Sicherheit 
Unangemessene Inhalte melden 

Instagram
Missbrauch und Spam
Gemeinschaftsrichtlinien 

Snapchat
Community-Richtlinien 
Snapchat Support 

Big Data

„Big Data” heißt wörtlich übersetzt „große Daten“ – du hast sicher schon ein paar Mal davon gehört, oft im Zusammenhang mit dem Internet, Webseiten oder Apps. Dann wird vom Datensammeln gesprochen und dass man nicht zu viel über sich verraten soll. Doch was heißt das überhaupt alles und wozu sind Big Data gut?

Was sind „Big Data“?

Tatsächlich geht es hier um Datenmengen, die so gigantisch groß sind, dass ein Mensch sie ohne technische Unterstützung nicht mehr auswerten kann. Viele Unternehmen speichern alle Infos, die sie kriegen können, um ein möglichst genaues Profil von dir erstellen zu können. Facebook ist hier z. B. auch ganz vorne mit dabei. Wer online viele Bilder von seinem Zimmer und Co. veröffentlicht, der muss sich nachher eigentlich nicht wundern, wenn künstliche Intelligenzen  daraus einen Grundriss vom Haus zeichnen können. Doch das ist längst nicht alles. Große Online-Shops wie Amazon versuchen, Big Data so auszuwerten, dass sie schon wissen, was du bald kaufen wirst, bevor du selbst überhaupt eine Entscheidung dazu getroffen hast. Unter Umständen verraten deine Daten also ganz schön viel über dich!

Was passiert mit den Daten?

Wenn ein Unternehmen irgendwann mal eine Frage hat, z. B. „In welcher Farbe mögen meine Kunden unser Produkt am liebsten?“, dann wird ein Algorithmus erstellt, der alle gespeicherten Daten nach der Antwort durchsucht. Weil die gespeicherten Daten nicht nur Texte, sondern auch Bilder und Videos sein können, ist das keine einfache Suche nach Wörtern wie Blau, Gelb oder Rot, sondern eben auch die Suche nach Farben auf Bildern, Aufnahmen und Aussagen.

Je mehr Daten zum Auswerten da sind, umso genauer wissen die Firmen, was die Kunden wollen. Aber so finden sie auch noch ganz andere Sachen heraus, die wir vielleicht lieber für uns behalten würden.

Was heißt das konkret?

In den USA hat ein Supermarkt über die Kundendaten einer Teenagerin rausgefunden, dass sie schwanger ist. Woher man das wusste? Der Laden hat die Einkaufgewohnheiten seiner Besucher analysiert. Und die haben eindeutig darauf hingewiesen, dass die Teenagerin schwanger ist. Während das Mädchen die Sache erst einmal geheim halten wollte, bekam es vom Supermarkt Post mit Rabattcoupons für Babykleidung zugeschickt. Die hat der Vater des Mädchens dann in die Hände bekommen – und so von der Schwangerschaft seiner Tochter erfahren. Unglaublich, oder? Aber das ist schon im Jahr 2012 passiert, wie du hier nachlesen kannst. Heute können die Systeme noch viel mehr. Solche Geschichten solltest du immer im Hinterkopf behalten, wenn man dir beim Shopping eine Kundenkarte anbietet. Denn genau die speichert dein Einkaufverhalten und liefert den Firmen wichtige Daten, die dann nach allen möglichen Kriterien analysiert werden.

Streaming-Dienste zur WM

Streaming-Dienste ermöglichen es dir schon länger, dass du Serien und Filme bequem auf Abruf online anschauen kannst. Zusätzlicher Vorteil dabei: Du musst nicht zuhause vor dem Fernseher sitzen, sondern kannst bequem von überall aus auch mit dem Smartphone oder dem Tablet fernsehen. In den nächsten Wochen ist – wie alle vier Jahre – wieder einmal Fußball WM. Wie schön wäre es da, die Spiele auf der Liegewiese im Freibad oder auf der Terrasse anzuschauen. Und tatsächlich gibt es einige Streaming-Angebote, die dir dabei helfen, weder den Sommer noch eine einzige Spielminute der WM zu verpassen. Welche Dienste es gibt und was du beachten solltest, zeigen wir dir hier.

Alle Spiele der WM kostenlos streamen

Von den Wettbewerben wie Bundesliga und Champions League sind wir es längst gewohnt, dass wir nicht mehr alle Spiele kostenlos zu sehen bekommen. Für die WM gibt es aber Entwarnung: Alle Spiele des Turniers sind kostenlos bei ARD und ZDF zu sehen. Und wenn du eines der Spiele verpasst, kannst du’s dir auch noch später in der Mediathek anschauen.

Die WM-Spiele in der ARD

... mit der Apple-App

Die WM-Spiele im ZDF

Ruckelfreier Genuss nur mit Bandbreite

Damit Streaming auch Spaß macht, ist es wichtig, dass du eine stabile Internetverbindung hast. Andernfalls könnte das Bild ruckeln oder sogar hängen bleiben – ätzend. Über das WLAN zuhause ist das eher unwahrscheinlich. Um sicherzugehen und Störungen bei der Funkübertragung auszuschließen, könntest du dich hier natürlich auch mit einem Netzwerkkabel mit deinem Router verbinden. Aber diese Möglichkeit fällt natürlich weg, wenn du unterwegs streamen möchtest. Das Stichwort für eine sichere Übertragung lautet hier Bandbreite. Je höher die ist, desto besser läuft’s mit dem Streaming. Wenn du also über das Mobilfunknetz WM schauen möchtest, solltest du einen Tarif mit LTE-Unterstützung haben, hier bekommst du eine Bandbreite von bis zu 500 Mbit/s. Aber auch mit dem etwas älteren UMTS-Standard müsste mobiles Streamen ganz gut funktionieren. Natürlich kannst du unterwegs auch einen der vielen öffentlichen WLAN-Hotspots benutzen. Im Zug oder in Cafés und Restaurants ist die Benutzung oft sogar kostenlos. Damit kannst du nebenbei noch vermeiden, dass du das Datenvolumen deines Handytarifs vollkommen aufbrauchst. Aber Achtung beim Datenversand: Öffentliche Hotspots könnten gefälscht sein oder deine Nachrichten, Fotos & Co. ausspionieren!

Du möchtest beim Streaming noch mit Zusatzinfos zu den teilnehmenden Mannschaften und Spielern versorgt werden? Dann empfehlen wir dir unsere App des Monats: FIFA Fußball-Weltmeisterschaft Russland 2018™

Smart Home

Smart Home ist der Sammelbegriff für die neuen intelligenten Haushaltsgeräte, die miteinander vernetzt sind und z. B. mit dem Smartphone ferngesteuert werden können. 

Schon 30 % der Deutschen benutzen Smart-Home-Geräte. Aber was kann Smart Home wirklich? Handelt es sich dabei nur um eine nette Spielerei oder bietet die Technik auch praktische Vorteile? 
Kurz gesagt: Smart Home ist ein zu Hause, in dem Haushalts- und Multimedia-Geräte miteinander kommunizieren und zentral ferngesteuert werden können. 


Was gehört alles zu Smart Home?

  • Smart Home steht vor allem dafür, Vorgänge zu automatisieren. 
  • Smart-Home-Geräte bieten außerdem die Möglichkeit, Informationen von unterwegs abzurufen, z. B. die Raumtemperatur oder den Inhalt des Kühlschranks.
  • Auch Sprach- und Gestensteuerung gehören zum Thema Smart Home und ermöglichen sogar die komplett berührungslose Fernbedienung des Haushalts. 

Intelligente Heizungssteuerung

Energiesparen im Smart Home? Das Licht oder die Musik fernzusteuern ist eines. Aber Smart Home kann mehr. Es gibt zum Beispiel Smart-Home-Heizungsthermostate. Damit kannst du die Heizung bequem von unterwegs aus anschalten. So muss die Anlage im Winter nicht mehr den ganzen Tag volle Pulle laufen, nur damit es schön mollig ist, wenn du nach Hause kommst. Die cleveren Thermostate können aber oft noch mehr. Sie analysieren sogar deine Heizgewohnheiten und können die Temperaturregelung selbständig anpassen, sie lernen dazu. Bis zu 30 % Heizkostenersparnis versprechen die Hersteller damit. Kleines Manko: Die neuen Thermostate brauchen Batterien, die alle ein bis zwei Jahre gewechselt werden müssen. Wann es so weit ist, teilen Sie dir aber rechtzeitig per App mit. 


Mehr Sicherheit für dein Zuhause

Mit Smart Home lässt sich das Zuhause auch absichern. Mit speziellen Tür- und Fensterkontakten, Überwachungskameras und Bewegungsmeldern bekommst du Warnungen aufs Smartphone, wenn jemand bei dir zuhause einsteigen möchte. Mit vernetzten Feuermeldern, Feuchtigkeits- und Wassersensoren kannst du dich auch vor anderen bösen Überraschungen warnen lassen. 


Gibt es auch Nachteile?

Natürlich bringt die Technik auch Gefahren mit sich. Vernetzte Geräte sind natürlich auch immer für Hacker angreifbar. Schon öfter haben Unbekannte auch Smart-Home-Geräte ferngesteuert und zu Botnetzen  zusammengeschlossen, um Server lahmzulegen. 


Das Smart Home absichern – Tipps zum Schutz

  • Das Smartphone nicht verlieren – klingt simpel, ist aber für den Schutz des Smart Home nicht zu unterschätzen. Steuerst du deine Geräte mit dem Handy, gibst du selbstverständlich auch den Zugriff auf deine Geräte ab, wenn du es verlierst. Daher ist es auch besonders wichtig, dass das Gerät immer vernünftig gesperrt ist. 
  • Sichere Kennwörter – wie immer sind sichere Kennwörter der beste Schutz gegen unbefugten Zugriff. Dazu solltest du auf jeden Fall die Standardkennwörter der neuen Geräte verändern. An dieser Stelle legen wir dir unser 9. Gebot ans Herz. 
  • Sicherheits-Updates – mit Software-Aktualisierungen schließen die Hersteller neu aufgekommene Sicherheitslücken bei ihren Produkten. Darum sollten sie immer sofort, wenn sie bereitstehen, installiert werden. Mehr dazu erfährst du im 2. Gebot.
  • Verschlüsselung – bei der Übertragung auf das Smartphone sollten die Daten immer verschlüsselt übermittelt werden. Sonst besteht die Gefahr, dass Zugangsdaten, Bilder und Videos an Fremde gelangen. Informationen zur Verschlüsselung deiner Geräte solltest du in der Produktbeschreibung finden. Ansonsten: Frag beim Hersteller nach. 
  • Nur vertrauenswürdige Apps – Lade Apps nur aus zuverlässigen Quellen herunter. Das sind zum Beispiel die Webseiten der Gerätehersteller, die ihre Programme dort häufig selbst zum Download anbieten. Ansonsten solltest du nur Apps verwenden, die dir in den offiziellen App Stores angeboten werden.

Fitnesstracker

Auf Schritt und Tritt verfolgt

Schneller, höher, weiter? Wenn du wissen möchtest, wie aktiv du täglich bist, musst du deine Schritte nicht mehr selbst zählen. Das erledigt moderne Technik für dich! Die Rede ist von Fitnesstrackern. Es gibt sie entweder als tragbare elektronische Geräte, auch Wearables genannt, oder als App fürs Smartphone. Wearables gibt es in allen möglichen Preisklassen, je nachdem, was das Gerät so kann. Du kannst sie als Armband am Handgelenk oder als Clip am Körper tragen. Auch viele Smartwatches, also intelligente Uhren, können deine Bewegungen messen

Was kann ein Fitnesstracker?

Ein Fitnesstracker kann je nach Funktionsumfang ganz verschiedene Aktivitäten aufzeichnen: deine Herzfrequenz, deinen Puls, wie viele Kilometer du gelaufen bist und wie viele Höhenmeter du zurückgelegt hast. Aus all diesen Daten kann dann sogar dein Kalorienverbrauch errechnet werden. Aber wie funktioniert das eigentlich? Die Geräte sind mit kleinen Sensoren ausgestattet, die zum Beispiel Beschleunigungen oder Luftdruckunterschiede messen können. Tracker mit GPS zeigen dir sogar genau an, welche Strecke du gelaufen bist.

Wozu überhaupt?

Die gesammelten Daten werden bei fast allen Anbietern mittels sicherer Datenübertragung in einer Cloud gespeichert. Wenn du die Tracker über einen längeren Zeitraum nutzt, kannst du so auch deine aktuellen Werte mit früheren vergleichen. Außerdem kannst du sie mit der dazugehörigen App auf deinem Handy synchronisieren und dann über soziale Netze oder Messenger mit Freunden teilen. Das Prinzip dahinter: Der Vergleich mit deinen früheren Leistungen oder denen deiner Freunde soll dich anspornen, noch besser zu werden. Wenn du siehst, was du geleistet hast, bist du doch gleich viel zufriedener. Oder? Auch Krankenkassen finden das gut, denn schließlich geht es ja um deine Gesundheit. Einige Kassen geben dir deshalb ein bisschen Geld dazu, wenn du dir einen Fitnesstracker kaufst.

Wer sich nicht extra ein Wearable zulegen möchte, kann auch spezielle Apps nutzen. Die gibt es als Basisversion oft sogar kostenlos.

Und der Datenschutz?

Um die Messungen zuverlässiger zu machen, kannst du freiwillige Angaben wie zum Beispiel dein Alter, Körpergröße oder Gewicht hinterlegen. Die Tracker nutzen aber nicht nur die Daten, die du selbst eintippst, sondern auch die, die durch die Benutzung über dich erhoben werden. So können die Anbieter etwa rausfinden, wann du morgens zum ersten Mal aus dem Haus gehst, was deine liebsten Laufwege sind oder wie gut deine Ausdauer ist. Problematisch kann das werden, weil man so nicht nur ein Bewegungsprofil von dir erstellen, sondern auch Rückschlüsse auf deinen Gesundheitszustand ziehen kann. Und der gehört zu den besonders schützenswerten Informationen, die eigentlich niemanden außer dich und deinen Arzt etwas angehen. Werden solche Daten dann auch noch auf ausländischen Servern gespeichert, sind sie unter Umständen viel schlechter geschützt als hier in Deutschland.

Was passiert mit deinen Daten?

2016 haben Verbraucherschützer aus Nordrhein-Westfalen die führenden Anbieter von Fitnesstrackern mal genauer unter die Lupe genommen. Dabei haben sie bei fast allen Geräten ordentliche Schwächen im Bereich Datenschutz entdeckt. Hier ein paar Beispiele:

  • Datenschutzbedingungen nur auf Englisch
  • Datenschutzerklärung wird einfach geändert, ohne dich als Nutzer aktiv darüber zu informieren
  • Mangelhafte Information darüber, dass Gesundheitsdaten besonders schützenswert sind
  • Senden von Fitness-Daten, bevor du den Nutzungsbedingungen überhaupt zugestimmt hast
  • Anlegen von Bewegungsprofilen ohne deine aktive Zustimmung
  • Weitergabe deiner Daten an Dritte zur Analyse oder Werbung

Insgesamt bemängeln die Verbraucherschützer, dass du als Nutzer nicht ausreichend darüber informiert wirst, was mit deinen Daten genau passiert. Neun Anbieter wurden sogar von den Experten abgemahnt.

Ausgetrickst!

Zumindest bei Fitness-Apps kannst du ein bisschen tricksen: Selbst wenn die App bei der Installation mehr Berechtigungen verlangt, als du ihr einräumen möchtest, kannst du ihr nach der Installation wieder einzelne Berechtigungen entziehen, zum Beispiel den Zugriff auf deine Kontaktliste. Denn das ist ja wirklich nicht notwendig, um deine Schritte zu zählen. Mehr zum Thema App-Berechtigungen findest du übrigens auch hier im Portal.

Aktionstage im März

„Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. (…) Eine Zensur findet nicht statt.“

Vielleicht hast du’s gemerkt. Klingt irgendwie nach Gesetz. Und ja, genau so steht es in Artikel 5 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland. Was für uns hierzulande eine Selbstverständlichkeit ist – seine Meinung frei äußern zu können – gilt in anderen Teilen der Welt oft leider nur eingeschränkt. Für uns ist es kaum vorstellbar, dass die Regierung das Internet und die sozialen Netze überwacht. In China zum Beispiel ist allerdings genau das traurige Realität.

Eigentlich sollte dieses Grundrecht aber für alle Menschen gleichermaßen gelten. Im März gibt es deshalb zwei Aktionstage, die sich mit dem Thema befassen:
Zum einen der Welttag gegen Zensur im Internet am 12. und zum anderen der Tag der Informationsfreiheit am 16. März.

Welttag gegen Zensur im Internet am 12. März

Du weißt vermutlich, was Zensur bedeutet. Bestimmt hast du schon mitbekommen, dass der eine oder andere Song eines Musikers zensiert wurde. So musste Anis Ferchichi (Bushido) in einigen Songs bestimmte Textzeilen durch andere ersetzen oder mit albernen Tönen überblenden, weil er im Original Wörter benutzt hat, die – naja – nicht ganz allgemeintauglich waren. So gesehen ist Zensur also keine schlechte Sache.

Allerdings wird Zensur nicht immer nur dazu verwendet, verletzende oder anstößige Texte zu verbieten. Von den Regierungen mancher Länder wird sie auch dazu missbraucht, die freie Meinung der Bürger zu unterdrücken. Gerade in den letzten Jahren konntest du in den Nachrichten öfter hören, dass die Regierungen in China, der Türkei oder in einigen arabischen Ländern das Internet kontrollieren und bestimmte Beiträge einfach verschwinden lassen – bei uns undenkbar.
Aus diesem Grund haben die Organisationen Reporter ohne Grenzen (ROG) und Amnesty International den Welttag gegen Internetzensur ins Leben gerufen. Seit 2008 finden deshalb immer am 12. März, dem Welttag gegen Zensur im Netz, Aktionen im Kampf gegen Internetzensur statt.
Auch in diesem Jahr haben sich die Reporter ohne Grenzen wieder etwas einfallen lassen. Zusammen mit verschiedenen Musikern haben sie die Texte von Journalisten aus China, Ägypten, Thailand, Usbekistan und Vietnam, die in den Heimatländern der Reporter zensiert worden waren, als Pop-Songs einsingen lassen. Die Songs wurden sowohl in der Heimatsprache der Autoren als auch in Englisch aufgenommen. Seit heute sind die Songs über die großen Streaming-Dienste Spotify, Deezer und Apple Music hörbar. Da mindestens einer der Anbieter in den jeweiligen Ländern verfügbar ist, sind nun auch die eigentlich verbotenen Texte als Songs zu hören. Schau doch einfach mal selbst im Internet. Näheres findest du unter dem Hashtag #truthfindsaway. Die „Uncensored Playlist“ findest du auch direkt bei Spotify.

Tag der Informationsfreiheit am 16. März

Der jährliche Tag der Informationsfreiheit findet immer am 16. März statt. Warum? Das ist der Geburtstag des vierten Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, James Madison. Er ist einer der sogenannten Gründerväter der Vereinigten Staaten. Aber nicht deshalb wird an seinem Geburtstag der Tag der Informationsfreiheit gefeiert. Der Grund: Madison war Autor von großen Teilen der amerikanischen Verfassung, der Bill of Rights. Darin wurden zum ersten Mal überhaupt Grundrechte für amerikanische Bürger festgelegt, die übrigens bis heute gültig sind. Seitdem ist auch die Informationsfreiheit ein Bürgerrecht. Dadurch können sogar Ämter und Behörden dazu verpflichtet werden, Akten und Vorgänge zu veröffentlichen.
Mittlerweile ist das Recht auf Zugang zu Informationen in über 80 Staaten durch entsprechende Gesetzte geregelt, aber längst nicht in allen.
Darum stellen jedes Jahr verschiedene Organisationen zum Tag der Informationsfreiheit am 16. März Aktionen auf die Beine, um die Informationsfreiheit weltweit voranzubringen.

Safer Internet Day

Safer Internet Day! Schon mal gehört? Schon 1999 wurde das Safer Internet Programm gestartet. Seitdem findet jährlich dieser Aktionstag statt, seit 2008 immer am zweiten Tag der zweiten Woche des zweiten Monats – diesmal am 6. Februar unter dem Motto: „Create, connect and share respect: A better internet starts with you“. In Deutschland wird die Initiative vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und dem Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien organisiert. Dabei geht es vor allem um Medienkompetenz und die Aufklärung über die Gefahren im Internet. 

Ganz allgemein geht es also um den respektvollen Umgang im Netz. Wenn du nicht selbst betroffen warst, hast du vielleicht schon mitbekommen, dass Freunde oder Bekannte von dir im Internet gemobbt wurden. Auch wir haben den ruppigen Umgangston, vor allem in den sozialen Medien, hier schon öfter zum Thema gemacht. Immer häufiger nutzen Menschen die Anonymität im Netz aus, um andere ungestraft zu beleidigen und bloßzustellen. Sogenannte Hater fassen es traurigerweise häufig als Sport auf, andere mit bösen Hasskommentaren zu überschütten. Dass das Thema des Aktionstages immer noch wichtig ist, siehst du auch, wenn du in unsere Rubrik Mobbing schaust.

Um zu vermeiden, dass du Opfer solcher Attacken wirst, weisen auch wir darauf hin, dass du nicht so leichtfertig intime Informationen über dich im Internet und vor allem nicht in sozialen Netzen preisgeben solltest. Vor allem unser 10. Gebot unter Privatsphäre & Datenschutz solltest du in diesem Zusammenhang beherzigen. Praktische Tipps, wie du dich und deine Daten auf verschiedenen Plattformen am besten schützen kannst, findest du unter Netze im Überblick. Bei vielen Webseiten sind die Datenschutz- und Privatsphäre-Einstellungen, wenn du einen Account erstellst, nämlich erstmal ganz schön schwach voreingestellt. Oft reichen aber schon wenige Klicks, um dein Profil sicherer zu machen.

Fake News

Fake News

„Frau gewinnt in der Lotterie, kotet auf den Schreibtisch ihres Chefs und wird festgenommen“, „Trump bietet jedem kostenlose One-Way-Tickets nach Afrika und Mexiko an, der Amerika verlassen will“, „Florida: Mann stirbt bei Meth-Labor-Explosion, nachdem er seine Fürze angezündet hat“ – alles kuriose Schlagzeilen, die in der Vergangenheit tatsächlich so um die Welt gingen. Und jetzt kommt’s: Keine davon ist wahr. Allesamt sind Fake News – genauer gesagt handelt es sich hierbei um die Plätze zwei, vier und sechs der zehn beliebtesten Fake News auf Facebook des Jahres 2016 laut Analysetool Buzzsumo. Oft sind die Falschnachrichten zwar relativ harmlos, das ist aber nicht immer so. Manch einer nutzt Fake News auch, um andere Menschen zu beeinflussen, Gerüchte zu streuen oder Minderheiten zu diskriminieren. Politische Parteien haben das mehrfach für Ihre Zwecke getan, um auf Stimmenfang zu gehen. In den USA hat zum Beispiel Präsident Donald Trump für mächtig viel Lärm gesorgt, indem er über seine Mitbewerberin Hillary Clinton im Wahlkampf „alternative Fakten“ verbreitet hat. Auch zahlreiche andere Fake News machten vor der Präsidentschaftswahl in den sozialen Netzen die Runde. In den letzten drei Monaten vor der Wahl erlangten falsche Meldungen auf Facebook sogar mehr Likes, Kommentare und Shares als echte Nachrichten von herkömmlichen Medien. Das hat eine Analyse des amerikanischen Medienunternehmens BuzzFeed ergeben. Spitzenreiter war eine Falschmeldung über Papst Franziskus, der sich angeblich als Unterstützer Donald Trumps geoutet haben sollte. Insgesamt wurde dieser Beitrag 960.000-mal geteilt, geliked und kommentiert.
Bei einer Untersuchung in Deutschland haben die meisten Befragten angegeben, dass sie vor allem bei Facebook schon auf Fake News gestoßen sind (47%). Aber nicht nur dort. Auf dem zweiten Platz folgte Twitter (19%). Auch in Foren haben viele Deutsche schon Blödsinn gefunden (17%). Offensichtlich sind also gerade die Informationen im Netz mit Vorsicht zu genießen. 

Was macht Facebook gegen Fake News?

Seit dem Jahr 2017 hat Facebook den Lügen den Kampf angesagt und das Recherchebüro Correctiv beauftragt. Das sucht mittlerweile aktiv nach Lügengeschichten, die sich im Netzwerk verbreiten, um sie dann richtigzustellen. Mehr findest du unter https://correctiv.org/echtjetzt/artikel/

Was kannst du tun?

Gut gemachte Fake News sind leider gar nicht so einfach zu erkennen. Es gibt allerdings ein paar Dinge, auf die du achten solltest:

1. Einseitige Darstellung

Fake News verzichten häufig auf eine Erklärung ihrer angeblichen Fakten. Du solltest immer darauf achten, ob die Nachricht bloß aus Meinungen besteht (Bsp.: „Der Klimawandel hat nichts mit Autoabgasen zu tun“). Auch auf vernünftige Argumente und Quellen, z. B. wissenschaftliche Studien, verzichten Fake News oft völlig.

2. Von wem stammt die Nachricht?

Es kann einen Unterschied machen, von wem die Nachricht stammt. Natürlich sind Meldungen, nur weil sie von politischen Parteien, Politikern oder Firmen stammen, nicht automatisch einseitig. Du musst dir aber auch immer überlegen, ob der Verbreiter einer Nachricht einen bestimmten Zweck damit verfolgt. Andere Autoren vertreten vielleicht doch eine ganz andere Meinung zum Thema. Gerade in sozialen Netzwerken gibt es auch häufig Accounts, die nur dazu dienen, Fake News zu verbreiten. Schau also einfach mal nach, was das Profil des Autors so hergibt. Dass du Meldungen auf Satireseiten oder den Seiten von Comedy-Shows (z. B. Neo Magazin Royale) nicht immer hundertprozentig ernst nehmen darfst, ist klar. 

3. Der Faktencheck

Bevor du irgendwelche „alternativen Fakten“ einfach ungeprüft nachplapperst oder teilst, solltest du sie lieber einem persönlichen Faktencheck unterziehen. Das geht ganz einfach. Gib die Schlagzeile  bei Google unter dem News-Reiter ein. In wenigen Sekunden hast du zahlreiche Einträge zum Thema. Fake News sind oft schon bei den ersten Treffern in der Liste als solche gekennzeichnet. Meist haben schon andere Nutzer oder Portale vor dir erkannt, dass die Meldung Blödsinn war. Das funktioniert übrigens auch, wenn dich ein Bild skeptisch macht. Mit der Google Bildersuche kannst du schnell und einfach prüfen, ob das Bild vielleicht schon viel älter ist oder ganz aus dem Zusammenhang gerissen wird.

4. Abgleich mit bekannten Fake News

Es gibt mittlerweile auch eine Suchmaschine, mit der du gezielt nach Fake News fahnden kannst: http://hoaxsearch.com/. Hier kannst du mit wenigen Stichworten herausfinden, ob eine Meldung bereits als Fake bekannt ist. Die Webseite https://www.mimikama.at/ hat es sich ebenfalls zur Aufgabe gemacht, Fake News zu enttarnen. Tagesaktuell wird hier über die neuesten Falschmeldungen berichtet, darunter auch angebliche Gewinnspiele über WhatsApp oder Kettenbriefe, die einfach nur Panik verbreiten sollen. Klick dich einfach mal rein!

Künstliche Intelligenz

Was ist künstliche Intelligenz?

Die künstliche Intelligenz (KI) ist ein Teilgebiet der Informatik und bezeichnet Computer, die so programmiert sind, dass sie intelligentes, menschliches Verhalten nachahmen und eigenständig Probleme lösen können.

Typische Beispiele für künstliche Intelligenz sind:

  • Suchmaschinen wie Google oder Bing
  • Gesichtserkennung wie beim iPhone X
  • Übersetzungsprogramme wie der Google Translator oder DeepL
  • Sprachassistenten wie Siri, Cortana oder Bixby
  • Autonomes Fahren, also Autos, die selbstständig fahren

An den Beispielen kannst du schon erkennen, dass solche Programme uns das Leben in vielen Bereichen erleichtern. Das reicht bis in die Arbeitswelt: Beim Auto- oder Flugzeugbau werden heutzutage ganz selbstverständlich Roboter eingesetzt, die Aufgaben übernehmen, die für einen Menschen gefährlich oder sehr schwer zu meistern wären. Auch in der Medizin gibt es künstliche Intelligenz. Bei einem Krebs-Screening kann ein Früherkennungsprogramm zum Beispiel viel besser als ein Mensch erkennen, ob der Patient an Krebs erkrankt ist.

Doch trotz der vielen Vorteile gibt es auch Skeptiker, die Angst haben, dass wir Menschen irgendwann durch intelligente Maschinen ersetzt werden. Diese Thematik wird auch immer wieder in vielen Science-Fiction-Filmen und -Büchern aufgegriffen.

Wie funktioniert Künstliche Intelligenz?

Künstliche Intelligenz zeichnet sich durch die Fähigkeit zu lernen aus. Die Rechenverfahren, die für den Lernprozess genutzt werden, orientieren sich dabei an den Strukturen im menschlichen Gehirn. Der große Fortschritt in der Weiterentwicklung von künstlicher Intelligenz in den letzten Jahren war nur deshalb möglich, weil die Computer von heute mittlerweile eine riesige Rechenkapazität haben. Die wird auch benötigt, damit die Maschinen lernen und richtig reagieren können. Denn was für uns so einfach aussieht, verlangt der KI Bärenkräfte ab

Wie funktioniert maschinelle Lernen?

Damit ein Computer lernen kann, muss man ihn erst einmal trainieren. Durch den rasanten digitalen Fortschritt stehen im Internet mittlerweile Millionen von Daten bereit, die man für so ein Training nutzen kann. Auch das hat entscheidend zur Weiterentwicklung von künstlicher Intelligenz beigetragen, denn früher konnte man einfach nicht auf so viele Daten zugreifen.

Nehmen wir mal an, der Computer soll den Gesichtsausdruck einer Person auf einem Foto erkennen. Dazu füttert man die Maschine jetzt mit wahnsinnig vielen Bildern von Leuten in unterschiedlichen Stimmungen. Damit der Computer lernt, die Gesichtsausdrücke zu erkennen und zu unterscheiden, braucht er am Anfang noch die Hilfe eines Menschen. Der gibt zu jedem Trainingsbild an, ob die abgebildete Person gerade erfreut, überrascht, wütend, traurig usw. ist. Je mehr Trainingsdaten zur Verfügung stehen, desto besser kann die künstliche Intelligenz lernen und irgendwann von selbst entscheiden. Dieses Projekt gibt es tatsächlich. Du kannst hier einfach ein Bild von dir hochladen und Google schätzt dann ein, wie du gerade guckst.

Viele künstliche Intelligenzen werden ständig weiter trainiert – und zwar von uns allen, ohne dass wir es merken. Wenn du zum Beispiel auf Google nach Katzenbildern suchst, merkt sich Google, auf welche Bilder du geklickt hast und lernt daraus, dass auf diesen vorgeschlagenen Bildern wahrscheinlich wirklich eine Katze zu sehen war, sonst hättest du ja nicht drauf geklickt.

Wann ist eine Maschine intelligent?

Um einzuschätzen, ob eine Maschine genauso intelligent wie ein Mensch ist, hat der britische Informatiker Alan Turing (*1912, †1954) den sogenannten Turing-Test entwickelt: Dabei stellt der Mensch über einen Computer Fragen an zwei verschiedene Interview-Partner, einer davon ist auch ein Mensch, der andere eine Maschine mit künstlicher Intelligenz. Wenn der Fragensteller nicht sagen kann, ob er gerade mit dem Menschen oder mit der Maschine kommuniziert hat, hat die künstliche Intelligenz den Turing-Test bestanden.

Obwohl die KI-Entwicklung riesige Fortschritte macht, hat bisher noch keine Maschine den Turing-Test bestanden.

Virtual Reality

Was ist Virtual Reality?

Virtual Reality (kurz: VR, auf Deutsch: virtuelle Realität) ist eine Wirklichkeit, die von einem Computer künstlich erzeugt wird und in der realen Welt so nicht existiert. Sie kann komplett animiert sein, aber auch aus echten Bildern und Videos bestehen, die zu einer neuen Welt zusammengeführt werden. Mit bestimmten Hilfsmitteln kann man sich in ihr bewegen oder mit Bestandteilen dieser Welt interagieren, also zum Beispiel computeranimierte Gegenstände anfassen. Dazu gibt es unter anderem VR-Brillen, die über Handys oder Spielekonsolen Bildsignale empfangen, die du durch die Brille sehen kannst. Weil das Display über eine spezielle Krümmung verfügt und Bilder aus verschiedenen Perspektiven zeigt, erscheinen die Inhalte dreidimensional. Du hast also das Gefühl, als wärst du gerade in einer anderen Welt. Diesen Effekt des Eintauchens in die Virtual Reality nennt man auch Immersion.

Welches Zubehör ist nötig?

Außer der VR-Brille gibt es noch andere Hilfsmittel, die man in der virtuellen Realität benutzen kann. Auf einem sogenannten omnidirektionalen Laufband kannst du dich zum Beispiel in alle Richtungen bewegen. Auch der Controller, der Flystick genannt wird und so ähnlich wie eine Fernbedienung aussieht, sorgt dafür, dass deine Bewegungen übertragen werden. Mit einem Datenhandschuh kannst du Gegenstände berühren, die eigentlich gar nicht da sind, sondern nur virtuell existieren. Es fühlt sich dann tatsächlich so an, als würdest du etwas anfassen.

Weder Film noch Spiel - die VR-Experience

Experten sagen, dass die virtuelle Realität weder ein Film noch ein Spiel ist, auch wenn Elemente von beidem enthalten sind. Stattdessen sprechen sie von einer „VR-Experience“, also einer Erfahrung oder einem Erlebnis. Im Gegensatz zum Film oder Spiel kontrollierst du nämlich mit deinem kompletten Körper die Bewegungen eines anderen Körpers, der eigentlich nicht dein eigener ist.Die Bildqualität einer VR-Experience kann man noch nicht mit HD vergleichen. Die ungewöhnliche Erfahrung kann sogar zu Schwindel oder Übelkeit führen, wenn es Verzögerungen bei der Bildübertragung oder unnatürliche Kamerabewegungen gibt. Viele Nutzer sind auch erst einmal überfordert, weil sie mit dem eigenen Körper zwar in der Realität sind, mit einem anderen Körper aber gleichzeitig in einer virtuellen Welt.

Einsatzmöglichkeiten

Die Unterhaltungsindustrie setzt trotzdem große Hoffnungen in die Virtual Reality. Ihr Einsatz könnte zum Beispiel das Gaming völlig revolutionieren. Im März 2016 hat in Amsterdam bereits das erste VR-Kino eröffnet. Auch Forscher setzen sich mit der neuen Technologie auseinander. Sie haben zum Beispiel herausgefunden, dass wir kurzfristig Eigenschaften von Figuren, die wir virtuell verkörpern, übernehmen, selbst wenn wir die virtuelle Realität anschließend wieder verlassen. Das intensive Erlebnis wollen sich beispielsweise Journalisten zunutze machen, um Mediennutzer näher an Nachrichtenthemen heranzuführen. So wurden schon Kriegsschauplätze mitsamt Anschlägen nachgestellt, damit Menschen besser nachvollziehen können, wie es in Krisengebieten zugeht.

Man darf also gespannt sein, welche Entwicklungen auf uns zukommen werden!

Sprachassistenten

Was sind Sprachassistenten?

Ein Sprachassistent ist eine Software, die deine Sprache erkennt und analysiert, um dann zu antworten oder zu reagieren. Du kannst sie zum Beispiel auf dem Smartphone, Tablet oder Laptop benutzen. Sprachassistenten können für dich nach Informationen suchen oder einfache Kommandos oder Aufgaben erledigen. Die bekanntesten Helfer sind Siri für das iPhone und der Google Assistant bzw. sein Vorgänger Google Now für Android-Geräte. Vielleicht kennst du aber auch schon Microsoft Cortana von deinem PC oder Alexa von Amazon. Ganz neu ist der Assistent Bixby von Samsung.

Wie funktionieren sie?

Manche Sprachassistenten brauchen ein Aktivierungswort, z. B. „Ok, Google“ oder „Alexa“, damit sie auf deine Stimme reagieren. Erst dann wissen sie, dass du dich mit ihnen unterhältst. Sie verwenden ein Spracherkennungsprogramm, um herauszufinden, was du gesagt hast. In diesem Programm sind ganz viele Wörter und Sätze gespeichert, auf die die Assistenten zurückgreifen können. Einige Helfer sind auch mit einer Cloud vernetzt. Dort werden alle möglichen Anfragen von Nutzern gespeichert und ausgewertet. So kann der Sprachassistent immer dazulernen und sich verbessern.

Was können Sie?

Sprachassistenten können zum Beispiel Musik abspielen, nach dem Wetterbericht suchen, das Kinoprogramm abrufen oder Kalendereinträge erstellen. Du kannst sie aber auch auffordern, einen Witz zu erzählen oder ein Lied zu singen, wenn dir mal langweilig ist. Besonders effektiv sind sie, wenn du sie mit anderen Geräten vernetzt. Dann können sie auf Anweisung z. B. das Licht oder die Heizung einschalten.

Welche Gefahren gibt es?

Um ihr Aktivierungswort nicht zu verpassen, hören die Sprachassistenten ständig mit, was gesagt wird. Das kann ein Vortrag von deinem Lehrer in der Schule sein, ein Streit mit deinen Eltern oder ein Geheimnis, das du deinem besten Freund anvertraust. Leider weiß man nicht sicher, was mit diesen Daten passiert und wer sich das alles anhören kann.

Wie du weiter oben schon gelesen hast, speichern einige Sprachassistenten deine Suchanfragen in der Cloud, um ihre Antworten zu verbessern. Auch hier weiß man nicht, wer möglicherweise auf diese Daten zugreifen kann.

Vielleicht hast du auch schon mal bemerkt, dass du auf einer Webseite Werbung zu einem Film angezeigt bekommst, den du erst kurz vorher gegoogelt hast. Ähnlich funktioniert das auch mit den Sprachassistenten. Sie können sich merken, was dich interessiert oder wonach du oft fragst, um ihre Antworten zu verbessern. Wenn sie dir Vorschläge machen, werden sie aber häufig von Unternehmen dafür bezahlt, dir bestimmte Inhalte an erster Stelle zu empfehlen.

Generell werden deine Suchanfragen genutzt, um Werbung für dich zu personalisieren, also genau auf dich zuzuschneiden. Das kann zwar praktisch sein, aber auch ganz schön nerven. Stell dir vor, du suchst für ein Referat nach Informationen über Australien. Wenn du Pech hast, bekommst du anschließend wochenlang Werbung für eine günstige Reise angezeigt, obwohl du da gar nicht hin möchtest. Die Unternehmen reiben sich trotzdem die Hände nach deinen Suchanfragen. Denn es könnte ja sein, dass du wirklich verreisen willst. Firmen nutzen die Daten deiner Suchanfragen, um die Werbung speziell für dich interessant zu machen und dich als Kunden anzulocken. Ohne deine Unterhaltung mit dem Sprachassistenten hätten sie nie von deinem Interesse für Australien erfahren – und du hättest ganz andere Werbung bekommen.

Wie kann ich die Sprachassistenten deaktivieren?

Wenn du nicht möchtest, dass die Sprachassistenten auf deinem Smartphone, Tablet oder PC ständig mitlauschen, kannst du manche von ihnen auch deaktivieren. Wie das geht, zeigen wir dir hier.

Google Now (Android)

  1. Öffne über deinen Browser den folgenden Link: history.google.com/history/audio
  2. Melde dich mit deinem Google-Konto an, falls du noch nicht eingeloggt bist
  3. Tippe auf die drei Menüpunkte neben „Sprache & Audio“ und wähle „Aktivitätseinstellungen“. Verschiebe den Regler unter „Sprach- & Audioaktivitäten“ nach links.

Google Assistant (ab Android 6.0)

  1. Öffne den Google Assistant, indem du die Home-Taste gedrückt hältst.
  2. Öffne das Menü über die drei gestapelten Punkte oben rechts.
  3. Deaktiviere in den Einstellungen unter „Smartphone“ die Optionen „Google Assistant“ und „Bildschirmkontext verwenden“.

Siri (iOS)

  1. Öffne die Einstellungen.
  2. Drücke dann auf „Allgemein“ > „Bedienungshilfen“ > „Home-Taste“.
  3. Wähle unter „Zum Sprechen gedrückt halten“ die Option „Aus“.

Bixby (Samsung)

Bixby lässt sich leider nicht so einfach deaktivieren. Samsung hat sogar eine extra Taste für seinen Sprachassistenten am Smartphone verbaut. Die einzige Möglichkeit besteht im Moment darin, der Taste über eine andere App eine neue Funktion zuzuweisen. Die App, die du dafür brauchst, benötigt aber Zugriff auf deine Systemeinstellungen – eine ziemlich große Berechtigung. Viele Nutzer haben sich schon darüber beschwert, dass man den Assistenten nicht ausschalten kann. Bleibt abzuwarten, wie Samsung auf die Kritik reagiert.

Cortana (Microsoft)

Auch Microsoft macht es dir schwer, Cortana zu deaktivieren. Theoretisch kannst du den Sprachassistenten komplett deinstallieren. Das empfehlen wir dir aber nicht, weil Windows dann möglicherweise nicht mehr stabil funktioniert. Du kannst allerdings einstellen, dass Cortana nicht mehr mit der Außenwelt kommunizieren kann:

  1. Drücke die Windows-Taste.
  2. Tippe auf der Tastatur cmd.exe
  3. Klicke mit der rechten Maustaste auf das Suchergebnis und wähle „Als Administrator ausführen“. Du musst möglicherweise ein Passwort eingeben und nochmal bestätigen.
  4. Kopiere diesen Befehl in das Fenster:
  5. netsh advfirewall firewall add rule name=“Block Cortana Outbound Traffic“ dir=out action=blockprogram=“%windir%\systemapps\Microsoft.Windows.Cortana_cw5n1h2txyewy\SearchUI.exe“enable=yes profile=any
  6. Drücke jetzt die Enter-Taste.

Drohnen

Als Drohne bezeichnet man ein Fahr- oder Flugzeug ohne Fahrer, das meistens ferngesteuert wird. Es kann sich auf dem Land, im Wasser oder in der Luft bewegen. Vielleicht besitzt jemand aus deinem Freundeskreis oder sogar du selbst eine. Falls nicht, dann hast du bestimmt schon einmal davon gehört. Drohnen werden zum Beispiel häufig verwendet, um Bilder oder Videos aus der Luft aufzunehmen. Sogar die Filmemacher in Hollywood benutzen sie manchmal statt einem Helikopter, um Szenen aus der Luft aufzunehmen. 

Privatsphäre und Datenschutz

Wer eine Drohne benutzen will, muss einige Dinge beachten. In Deutschland ist mittlerweile gesetzlich geregelt, wie die Flugobjekte eingesetzt werden dürfen. Fast immer brauchst du vorher eine Erlaubnis, wenn du eine Drohne im öffentlichen Raum fliegen lassen möchtest. Dazu musst du bei der Verwaltung eine Genehmigung einholen. In letzter Zeit gab es immer wieder Meldungen in den Nachrichten darüber, dass Leute in ihrer Freizeit unbemerkt von Fremden mit einer Drohne gefilmt wurden. Die Aufnahmen sind dann unerlaubt im Internet gelandet. Das ist natürlich nicht erlaubt. Deswegen gibt es ab Oktober 2017 neue Regeln, an die man sich halten muss.

Regeln

Achte darauf, dass du bei einem Ausflug mit einer Drohne keine Rechte verletzt: Mach dich immer vorher schlau, ob du deine Aufnahmen auch wirklich machen darfst. Fliegst du zum Beispiel mit deiner Drohne auf ein Grundstück, das nicht dir gehört, musst du den Besitzer vorher um Erlaubnis fragen. Du könntest sonst die Persönlichkeitsrechte des Eigentümers verletzen. Wenn du Bilder oder Videos von der Stadt machen möchtest, brauchst du die Erlaubnis der Stadt, bei einem Feld die Erlaubnis des Bauern und so weiter. Auch wenn du andere Personen fotografieren oder filmen möchtest, brauchst du ihre Zustimmung. Jeder Mensch hat nämlich das Recht am eigenen Bild. Und du würdest bestimmt auch nicht wollen, dass irgendjemand ohne dein Wissen Aufnahmen von dir oder deinem Grundstück macht.

Wenn du eine Drohne benutzt, musst du noch ein paar andere Sachen beachten:

 

  • Fliege nicht höher als 100 m oder außerhalb deiner Sichtweite
  • Eine Drohne mit Kamera darf nicht über Wohngrundstücken fliegen
  • Verboten ist die Nutzung z. B. auch an Einsatzorten von Polizei oder Notruf, in der Nähe von Flughäfen oder in Naturschutzgebieten
  • Drohnen müssen anderen Flugobjekten immer ausweichen

Genauere Infos zu Regeln und Ausnahmen findest du hier.

Voraussetzungen für die Nutzung

Es gibt zwar keine Altersbeschränkung für das Fliegen von Kleindrohnen, deine Eltern sollten aber eine spezielle Haftpflichtversicherung abschließen. Damit seid ihr auf der sicheren Seite, falls ein Unfall passiert. Bei einem Gewicht ab 250g müssen dein Name und deine Adresse auf dem Flugobjekt stehen. Wiegt es mehr als 2kg, dann musst du mindestens 16 Jahre alt sein und brauchst einen extra Führerschein für deine Drohne. Egal, für welches Modell du dich entscheidest – denk immer daran, eine Genehmigung für den Flug einzuholen.

Einsatzmöglichkeiten

Je nach Zweck können Drohnen unterschiedlich groß sein und verschiedene Flughöhen erreichen. In der Landwirtschaft werden die Flieger zum Beispiel zur Schädlingsbekämpfung genutzt. Bei Umweltkatastrophen werden die Luftaufnahmen verwendet, um das ganze Ausmaß eines Schadens abzuschätzen. Die Deutsche Post und Amazon planen schon länger, Pakete mit Drohnen zu verschicken. Für solche Einsätze gelten natürlich nochmal andere Regeln.